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Die Bearbeitungszeit einer Steuererklärung seitens des Finanzamts variiert von Fall zu Fall und von Jahr zu Jahr und kann auch mehrere Monate betragen! Dauernde Zwischenanrufe und Fragen nach dem Bearbeitungsstand bewirken nichts. Deshalb sehen Sie bitte von solchen Telefonaten ab und warten stattdessen geduldig auf den Steuerbescheid!

Und das meint der Bundesfinanzhof dazu:

“… Es würde dem Typisierungscharakter der gesetzlichen Regelung widersprechen, könnten Finanzämter und Finanzgerichte jeweils im Einzelfall damit befasst werden, die angemessene Dauer eines Veranlagungsverfahrens – vom Eingang der Steuererklärung bis zur Bekanntgabe des Steuerbescheides – von Fall zu Fall zu bestimmen und in diesem Zusammenhang tatsächlich und rechtlich schwierige Fragen eines Individual- und/oder Organisationsverschuldens zu prüfen. Auch dieser Gesichtspunkt spricht dafür, § 233 a AO 1977 als Regelung auszulegen, welche die nach Ablauf von 15 Monaten seit Entstehung der Steuerschuld eintretenden Liquiditätsvorteile typisierend abschöpft. Die gesetzliche Frist von 15 Monaten zeigt zugleich den Rahmen, innerhalb dessen eine Bearbeitungszeit nicht unangemessen ist. Innerhalb dieser Frist kann von einer unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben rechtserheblichen Vermutung für ein Verschulden der Behörde nicht die Rede sein.”

Kurz & Bündig

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